Startseite
Nach Regionen
Alle Ziele
Über uns
Reiselinks
Impressum


-Suche-



 

Freizeitkarten für iPad, iPhone und iPod touch

27.3.2013
von Frank Budszuhn

Früher war alles anders. Erinnern Sie sich noch? Im Auto in einer unbekannten Stadt unterwegs, der Beifahrer mit dem praktischen Faltplan kämpfend. Während die Stimmung angespannter wurde, hat man das Ziel oft erst nach einigen Anläufen erreicht. Heute sagen uns Siri und ihre Schwestern, wo es lang geht. Dabei sind sie unglaublich geduldig. Die modernen Navigations-Assistenten sagen einem nicht nur, wo es lang geht, sie zeigen es einem auch noch.

3D-Seitenanischt Google Gelände: im Norden von Teneriffa
3D-Seitenanischt Google Gelände: im Norden von Teneriffa

Die Geschichte der elektronischen Navigation kann hier nicht erzählt werden, obwohl sie sicherlich spannend wäre. Heute hat man Google Maps, Bing Maps, Apple Maps, OpenStreepMap, HERE, etc, etc, ...

Aber sind die schönen, alten Karten aus Papier denn nun schon tot? Nun, die Verkaufszahlen der besagten Faltpläne werden wohl gesunken sein. Und das Gefühl und den Geruch einer alten Karte aus Papier wird man mit einer elektronischen Karte auch nicht zurückholen können. Aber was macht denn sonst den Reiz von Karten aus? Es sicherlich nicht nur das Äußere, sondern auch das, was auf ihnen verzeichnet ist. Sicher, eine Schatzkarte muss alt, angebrannt und schmutzig sein. Aber sie muss auch einen Schatz verzeichnet haben, das ist dann doch noch das Wichtigste!

Tenriffa in der normalen Straßenansicht
Tenriffa in der normalen Straßenansicht

Karten bergen Schätze, Karten verzeichnen Schätze. Ein Schatz ganz besonderer Art ist das OpenStreetMap-Projekt. Eine ungezählte Anzahl an Freiwilligen hat es sich hier zur Aufgabe gemacht, den ganzen Planeten zu kartographieren und in eine offene, freie Karte zu gießen. Das Ergebnis - in der Tat ein mögliches Ergebnis - kann sich jeder auf der Webseite www.openstreetmap.org ansehen.

Museen in Dresden auf der Apple-Karte
Museen in Dresden auf der Apple-Karte

Warum ein mögliches Ergebnis? Weil OpenStreetMap in Wirklichkeit eine riesige Datenbank ist, die in regelmäßigen Abständen in eine Karte umgewandelt wird. Man spricht hier davon, dass die Karte "gerendert" wird. Ein "Renderer" liest die Datenbank aus und macht dann eine Karte daraus. Das hört sich vielleicht einfach an, es ist es aber nicht. Der Renderer muss nämlich entscheiden, wie er Informationen übersichtlich darstellt und was er weglässt. Es sind teilweise viel zu viele Informationen vorhanden, es kann gar nicht alles auf die Karte "gerendert" werden. Überlicherweise macht man es dann so, dass man bestimmte Informationen erst bei höheren Vergrößerungsstufen anzeigt.

Die Insel Poel auf der Apple-Karte...
Die Insel Poel auf der Apple-Karte...

Man kann - und darf! - diese Datenbank allerdings auch selbst auslesen und die dort vorhandenen Daten auswerten. Genau das macht das Projekt Freizeitkarte. Freizeitkarte ist eine App, die auf Apple iOS-Geräten, also iPad, iPhone und iPod touch läuft. Die App nimmt verschiedene Typen von Einrichtungen, wie Parkplätze, Kinos und Museen (die vollständige Liste findet man hier) und speichert sie in einer eigenen Datenbank. Diese Einrichtungen können nun jeweils einzeln oder auch zusammen die Karte (Apple Maps oder seit der 1.1-Version auch Google Maps) als Symbole eingeblendet werden. Jedes Symbol lässt sich antippen, um weitere Informationen wie E-Mail, Telefon, Webseiten, Öffnungszeiten anzuzeigen und auch direkt aufzurufen. Dabei sind viele Informationen aus der OpenStreetMap-Datenbank zugänglich, die in der normalen OSM-Karte aus Platzgründen gar nicht sichtbar sind. Weiterhin lassen sich alle Symbole natürlich auch auf den Satellitenansichten von Apple und Google einblenden. Dies ist mit der Originalkarte von OpenStreetMap leider nicht möglich, da das Projekt aus lizenzrechtlichen Gründen keine Satellitenbilder anzeigen kann.

... und auf der Google-Karte
... und auf der Google-Karte

Schauen Sie mal auf der Webseite des Projekts vorbei oder vielleicht gleich im iTunes-App Store. Freizeitkarten sind momentan für 13 Länder erhältlich und es werden ständig mehr.

E-Mail, Lesezeichen und Netzwerke

0.91
Seitenanfang
  © 2003 - 2016 Frank Budszuhn