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Riesengebirge

7.1.2012
von Karin Hase und Tom Dash

Das Riesengebirge ist das höchste Gebirge Tschechiens und sowohl zu Winter wie auch im Sommer ein beliebtes Urlaubsziel. Im Winter gibt es viele Möglichkeiten zum Langlauf und Abfahrtski, im Sommer hingegen ist das Gebiet bei Wanderern und Radfahrern beliebt. Schon Goethe wanderte im Riesengebirge und bestieg den höchsten Berg, die Schneekoppe. Seit Goethes Zeiten ist das Wanderwegenetz stetig ausgebaut worden und besticht heute durch seine Dichte und vorbildliche Ausschilderung.

Hier ist schon Goethe gewandert!
Hier ist schon Goethe gewandert!

Neben den tschechischen Teil liegt der kleinere nördliche Teil des Riesengebirge in Polen. Sowohl in Tschechien wie auch in Polen schützen Nationalparks die besondere Natur (Fauna und Flora) des Riesengebirge. Die Grenze zwischen den beiden Ländern verläuft entlang dem nördlichen Hauptkamm, der als Weg der tschechisch-polnischen Freundschaft bekannt ist. Eine Wanderung entlang des bereits erwähnten Kammweges ist ein besonderes Erlebnis. Auch die Schneekoppe mit ihren 1602 Metern ist Teil des Hauptkamms. Die polnisch-tschechische Grenze verläuft direkt durch die Spitze der Schneekoppe. Wer nicht zur Schneekoppe hinauf wandern möchte, kann von tschechischer Seite per Seilbahn die Spitze erreichen. Auf der Kammwanderung kann das Riesengebirge in etwa drei Tagen von Baude zu Baude durchwandert werden.

Die Bauden sind im 18. Jahrhundert als Viehwirtschaftsbetriebe errichtet worden. Die Ziegen- und Rinderherden wurden auf Lichtungen und direkt im Hochwald gehalten und die Bauden selbst dienten der Familie als Wohnstätte. Heute wird in den Hochlagen des Riesengebirge keine Viehwirtschaft mehr betrieben. Die teilweise stark erweiterten (ausgebauten) Bauden dienen heute als Restaurants und Unterkunft für Wandernde. Teilweise ist es in den Bauden sogar möglich im komfortablen Doppelzimmer zu übernachten.

Die Wiesenbaude bietet sehr gute Übernachtungsmöglichkeiten.
Die Wiesenbaude bietet sehr gute Übernachtungsmöglichkeiten.

Unweit des Hauptkamms entspringt die Elbe (tschechisch Labe), die hier ihre 1094km lange Reise Richtung Nordsee beginnt. Die Quelle selbst ist unscheinbar in einem Betonring eingefasst, neben der Quelle sind die Wappen aller 24 Städte aufgereiht, an denen die Elbe vorbeifliesst.

Die Elbquelle ist in einen unscheinbaren Betonring eingefasst.
Die Elbquelle ist in einen unscheinbaren Betonring eingefasst.

Im Riesengebirge zu Hause ist die sagenumwobenen Gestalt des Berggeistes Rübezahl. Er hat in den meisten der viel erzählten Geschichten den Schalk im Nacken, wurde aber bei einer Gelegenheit selbst auf das Kreuz gelegt. Rübezahl hatte sich verliebt, wollte heiraten und als Liebesbeweis sollte er die Rüben auf dem Feld zählen. Seine Auserwählte flüchtete allerdings mit ihrem Angebeteten unterdessen und Rübezahl erhielt seinen Namen. Heute trifft man Rübezahl als Holzschnittfigur, auf Ansichtskarten und als Souvenirs, sowie als Bezeichnung von Wanderwegen und Speisen in den Restaurants der Gegend.

Die Kirche Vang im Nebel
Die Kirche Vang im Nebel

Eine ungewöhnliche Attraktion im polnischen Teil des Riesengebirge ist eine norwegische Stabkirche. Diese stammt ursprünglich aus dem norwegischen Dorf Vang und wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Im 19. Jahrhundert sollte sie abgerissen und durch eine größere Kirche ersetzt werden. Der preußische König Friedrich Wilhelm der IV ließ die baufällige Kirche ersteigern und im damaligen Schlesien im Ort Brückenberg (heute im polnischen Karpacz) wieder aufbauen.

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Bücher:

Riesengebirge, Mit Isergebirge, Jelenia Góra, Hostinné, Jablonec und Trutnov
Riesengebirge
Mit Isergebirge, Jelenia Góra, Hostinné, Jablonec und Trutnov
Von Frank Schüttig

Dieses 2011 aktualisierte Buch gibt einen geschichtlichen Überblick zum Riesengebirge und beschreibt neben der tschechischen auch die polnische Seite des Riesengebirges.
Riesengebirge, mit Isergebirge
Riesengebirge
mit Isergebirge
Von Bernhard Pollmann

Dieser Rother Wanderführer hat viele seiner 50 Wanderungen als Rundtouren konzipiert. Eine zusätzliche Wanderkarte ist empfehlenswert, die günstig vor Ort erworben werden kann.

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