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Bunya Mountains National Park

16.03.2005
von Tom Dash

Wie überall auf diesem Kontinent wird man als Europäer oft von der eigentümlichen Natur überrascht. Im Bunya Mountains National Park sind es unter anderem auch die Bäume. Neben den schönen Bunya-Kiefern gibt es hier auch besonders viele der giftigen Stinging Trees: sie funktionieren so ähnlich wie Brennnesseln. Nur sind sie viel größer und viel giftiger. In den Museen der Umgebung wird sogar von Todesfällen durch solche Bäume berichtet. Ob es sich dabei nicht eher um "Seemannsgarn" handelt, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Auf jeden Fall sollte man die Berührung dieser Gewächse vermeiden, möchte man nicht den Rest des Urlaubs mit schmerzenden Stellen verbringen.

Der 117km² große Park liegt etwa vier Autostunden nordwestlich von Brisbane. Der Park erhebt sich mit einer mittleren Höhe von 975m deutlich über das umgebende flache Land. Die höchsten Spitzen des Parks erreichen dabei Höhen von über 1100m. Der Nationalpark besitzt ein gut ausgebautes Wanderwegenetz mit neun einzelnen Wegen. Dabei ist auch durchaus etwas für Leute dabei, die nicht so gut zu Fuß sind. Der kürzeste Rundweg ist lediglich 500m lang und kann in 20 Minuten bewältigt werden. Eine solche (oder längere) Tour durch den Regenwald sollte man in jedem Fall unternehmen!

Grassbäume
Grassbäume

Es ist vor allen Dingen die Tier- und Pflanzenwelt, die diesen Park sehenswert macht. Bunya-Bäume (auch Bunya Bunya oder Bunya-Kiefer) sind eine Baumart die in Australien nur noch selten vorkommt. Der letzte große Bestand dieser Bäume ist hier im Bunya Mountains National Park zu finden. Die an den Bäumen wachsenden Bunya-Nüsse wurden schon den Aborigines als Delikatesse geschätzt. Aufgrund der Seltenheit der Bäume wird man ein mit solchen Nüssen (sie sollen ähnlich wie Kastanien schmecken) zubereitetes Gericht wahrscheinlich nur noch im parkeigenen Restaurant zu essen bekommen. Eine schöne Beschreibung der Tier- und Pflanzenwelt des Parks findet man auch bei abc-australien.

Neben den Absonderlichkeiten der Natur "Down Under" gibt es auch etwas von den Einrichtungen eines der drei Campingplätze des Parks zu berichten. Unter der Bezeichnung "Boil your own shower", die bereits im Faltblatt des Parks unter den Ausstattungsmerkmalen des Platzes aufgeführt war, konnten wir uns zunächst recht wenig vorstellen. Gab es nun eine Dusche?

Die Dusche
Die Dusche

In der Tat! Eine Dusche war vorhanden. Und eine Besichtigung derselben offenbarte dann auch, wie so eine Einrichtung im australischen Busch funktioniert. "Boil your own" bedeutet hier ganz wörtlich: man muss das Wasser selbst aufkochen. Jede Menge Brennholz und ein fest installierter Wassertank waren vorhanden. Dazu die folgende ausführliche Anleitung:

Anleitung, wie die Dusche zu bedienen ist
Anleitung, wie die Dusche zu bedienen ist

Nachdem wir das Feuer entfacht haben, hat es dann noch fast eine Stunde gedauert, bis das Wasser im Tank angenehm warm geworden war. Dann schnell mit dem Eimer zur Dusche und den Duschsack aufgefüllt. Immerhin passen etwa 20 Liter Wasser in den Duschsack, entsprechend schwer war er dann mit dem angebrachten Seil über eine Umlenkrolle wieder hochzuziehen. Dann wurde das Ventil aufgedreht, und tatsächlich, man konnte einige Minuten duschen mit Wasser, das keinesfalls zu kalt war!

Der Boiler in Betrieb
Der Boiler in Betrieb

Bücher:

Australien, Die schönsten Nationalparks
Australien
Die schönsten Nationalparks
Von Otmar Lind, Andrea Niehues

Das Buch beschreibt eine Auswahl der vielen australischen Nationalparks. Dabei werden Pflanzen und Tiere des jeweiligen Parks ausführlich besprochen. Das Buch führt Wanderwege auf und bietet kleine Karten zu vielen der Parks. Auch werden die Campingeinrichtungen des Parks aufgeführt, sofern vorhanden. Viele kleine Sonderartikel beschreiben interessante Tiere und Pflanzen Australiens.

Alles auf einen Blick:

Wo?Im Süden von Queensland, an der australischen Ostküste. Der Park liegt etwa vier Autostunden von Brisbane entfernt.
Wie lange? 1 - 5 Tage
WWWHomepage des Parks (englisch)
Anfahrt Die Anfahrt zum Park erfolgt von Brisbane über Ipswich nach Dalby. Von dort sind es noch etwa 70km. Die Zufahrten zum Park sind sehr steil und kurvig; eine Anfahrt mit einem Wohnwagengespann ist nicht zu empfehlen.

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