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Spiekeroog

29.01.2004
von Tom Dash

Wer ein paar Tage (oder Wochen!) Ruhe und Erholung an der Nordsee sucht, der ist auf der Insel Spikeroog genau richtig.

Die Insel ist - und war es immer - komplett autofrei. Zum Transport von Gepäck und Waren für die kleinen Supermärkte und Restaurants gibt es Elektrokarren, die manchmal über die schmalen Wege des einzigen Ortes auf der Insel surren.

Hafen von Neuharlingersiel - hier fährt die Fähre ab!
Hafen von Neuharlingersiel - hier fährt die Fähre ab!

Anreisen kann man nur, wenn gerade Flut ist. Daher gibt es pro Tag nur zwei bis drei Fährverbindungen zwischen Neuharlingersiel und Spiekeroog. Die Abfahrtszeiten richten sich nach dem Hochwasser und können unter www.spiekeroog.de abgefragt werden. Wenn die Fähre auf Spiekeroog ankommt, dann setzt sich erst mal ein Pulk von Leuten in Bewegung, die fast alle zu Fuß in den mehrere hundert Meter entfernten Ort wandern. Fahrräder werden auf der Insel zwar geduldet, aber nicht besonders gern gesehen. Entsprechend hoch sind die Mitnahmegebühren auf der Fähre.

Blick auf den Ort Spiekeroog
Blick auf den Ort Spiekeroog

Der Fährhafen der Insel ist noch recht neu, er ist erst 1981 eingeweiht worden. Der alte Hafen der Insel lag weiter westlich und es gab eine kleine Inselbahn, die vom Ort zum Hafen fuhr. Die Schienen der Bahn sind noch heute zu sehen und ab und zu fährt die Bahn als Museums-Pferdebahn für Touristen auf einem kleinen Teilstück (www.inselbahn.de). Den Bahnhof im Ort gibt es noch, er beherbergt heute eine Pizzeria.

Die Schienen der alten Inselbahn
Die Schienen der alten Inselbahn

Untenehmen kann man auf der Insel viel. Es gibt ein kleines Inselmuseum, ein Meerwasser-Schwimmbad ("Schwimmdock") und natürlich einen langen Badestrand. Es gibt regelmäßige Filmvorführungen im Inselkino und gerade auch zum Wandern lädt die Insel ein. Dabei kann man auch ein paar der kleinen Wäldchen der Insel durchstreifen, auf die die Einwohner sehr stolz sind und die es in dieser Form auf den anderen ostfriesischen Inseln nicht gibt. Die salzhaltige Luft macht es den Bäumen sehr schwer, auf der Insel zu bestehen. Zur Zeit der Vogelbrut sind einige Wanderwege auf der Ostplate (der Osthälfte der Insel) gesperrt. Die Ostplate der Insel ist unberührte Natur, in die der Mensch nicht eingriffen hat.

Wer während seines Inselaufenthaltes einmal Seehunde sehen möchte, der kann an einer der häufig durchführten Seehund-Fahrten teilnehmen. Dazu fährt man mit einem Ausflugsboot ins Wattenmeer. Die Schiffsführer kennen die bevorzugten Rastplätze der Seehunde und versuchen die Ausflugsboote so nahe an die Seehunde heran zu bugsieren, dass diese sich noch nicht gestört fühlen.

Seehunde auf einer Sandbank vor Langeoog
Seehunde auf einer Sandbank vor Langeoog

An Unterkünften kann man zwischen Pensionen, Hotels, dem Campingplatz oder einem Ferienhaus wählen. Der Campingplatz liegt abseits des Ortes im Westen der Insel und ist - da es ja keine Autos auf der Insel gibt - ein reiner Zeltplatz. Wer es bequemer haben möchte, der wird sich eher ein Zimmer im Ort nehmen, die Auswahl ist groß. Man sollte es allerdings bereits im voraus buchen, denn die Nachfrage ist ebenso groß! Etwas ungünstig ist es, kein Zimmer zu haben, wenn die letzte Fähre bereits abgefahren ist!

Zum Schluss sei noch das kulinarische Angebot der Insel erwähnt. Es gibt genug Restaurants auf der Insel, um auch bei einem längeren Aufenthalt keine Langeweile am Gaumen erdulden zu müssen. Neben den typischen Fisch- und Krabbengerichten gibt es natürlich auch Pizza (zum Beispiel im alten Bahnhof) und andere neuzeitliche Kost. Die traditionell Küche überwiegt allerdings eindeutig. Döner-Buden und Filialen der Burger-Bräter sind auf der Insel bisher - zum Glück - nicht gesichtet worden.

Karte:



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Bücher:

Ostfriesische Inseln
Ostfriesische Inseln
Von Klaus Bötig

Dieses Buch beschreibt nicht nur Spiekeroog, sondern alle ostfriesischen Inseln. Es gibt Tipps zu Sehenswürdigkeiten, günstigen Einkaufsmöglichkeiten, originellen Restaurants, Stränden und Kneipen. Daneben enthält das Buch Kartenmaterial zu den Inseln.

Alles auf einen Blick:

Was?Urlaub oder Kurzurlaub
Wo?Spiekeroog, ostfriesiche Insel, die zweite von rechts
Wie lange? 3 - 30 Tage
WWWhttp://www.spiekeroog.de/
Anfahrt Die Insel ist autofrei! Wer mit dem Auto anreist, der muss sein Gefährt in Neuharlingersiel auf einem bewachtem Parkplatz abstellen. Von dort fährt ein Zubringerbus zum Hafen. Nach Neuharlingersiel gelangt man von Süden aus über die A29 bis zur Abfahrt Nr. 5, dann über die B210 an Jever vorbei nach Wittmund und von dort über die B461 nach Norden bis Carolinensiel. Kurz vor der Küste biegt man nach links Richtung Neuharlingersiel ab.
Mit der Bahn Neuharlingersiel besitzt keinen Bahnhof. Wer mit dem Zug anreisen möchte, der muss bis Esens mit der Bahn fahren und dort in den Bus nach Neuharlingersiel wechseln.
Mit dem Schiff Die Fähre von Neuharlingersiel nach Spiekeroog kann nur bei Hochwasser fahren. Entsprechend gibt es pro Tag nur ein bis zwei Fahrten zur Insel und von der Insel zum Festland. Das Gepäck wird vor der Abfahrt in fahrbare Container geladen und auf der Insel per Elektrokarren an die Pension oder das Hotel geliefert.

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