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Das Museum der Arbeit in Hamburg

04.12.2003
von Tom Dash

Das Museum der Arbeit ist in einer umgebauten Fabrikhalle untergebracht, in der die New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie (NYH) früher Hartgummiprodukte wie beispielsweise Kämme produziert hat. Passend zum Ort des Museums wird in diesem denn auch die Geschichte dieser Firma dargestellt, die seit 1954 ihre Produkte in Harburg fertigt. Nicht nur die Firma und deren Arbeitsbedingungen, sondern auch der verwendete Rohstoff Kautschuk wird in seiner Gewinnung und Verarbeitung anschaulich - es gibt Proben zum Fühlen und Riechen - gezeigt.

Das Museum der Arbeit
Das Museum der Arbeit

Der Kautschuk führt gleich zu einem weiteren Ausstellungsthema: dem Handel mit Übersee. Dieser hat in der Handelsstadt Hamburg eine lange Tradition. Die Ausstellung betrachtet auch den Handel aus der Perspektive der zu leistenden Arbeit, der Arbeit im Kontor.

Das Museum der Arbeit
Das Museum der Arbeit

Eine weitere Ausstellung widmet sich dem Thema Drucktechnik. Die ersten Anfänge bis zu Gutenberg werden zurückverfolgt, auf der anderen Seite wird aber auch der zeitlich sehr schnelle Niedergang des klassischen Drucks durch den Einzug der Computer in die Drucktechnik dargestellt. Selten ist ein Beruf so schnell verschwunden wie der des Buchdruckers.

Doch damit hat man noch nicht alles gesehen. Insgesamt gibt es folgende Dauerausstellungen:

  • Wege zur Arbeit
  • Dinge und Dokumente - Alltag im Industriezeitalter
  • Fundsache Arbeitsort: Die Metallwarenfabrik Carl Wild
  • Graphisches Gewerbe: Mechanisierungen und Ende des Buchdrucks
  • Arbeit im Kontor - Handel mit Übersee
  • Die New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie - Ansätze einer Fabrikgeschichte
  • Frauen und Männer: Arbeits- und Bilderwelten
Daneben gibt es wechselnde Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen. Und auch das Außengelände des Museums ist interessant!

Das Schneidrad von TRUDE
Das Schneidrad von TRUDE

Auf dem Außengelände des Museums der Arbeit wird das Schneidrad von TRUDE ausgestellt. TRUDE steht für Tief Runter Unter Die Elbe. Gemeint ist damit die Maschine, die sich in 2½ Jahren unter der Elbe durchgebohrt und damit den Weg für die vierte Elbtunnelröhre geebnet hat. An dem Schneidrad lassen sich dieAusmaße von TRUDE erahnen, allein das Rad hat einen Durchmesser von 14,2 Meter und ein Gewicht von 380 Tonnen. Schon von weitem überragt es den Osterbekkanal. Innerhalb des Museums wird ein Modell von TRUDE ausgestellt, das sich gegen eine Gabe von 0.50€ in Bewegung setzen lässt.

Der eigene Bootsanleger am Osterbekkanal
Der eigene Bootsanleger am Osterbekkanal

Wie es bei einem modernen Museum üblich ist, gibt es ein Café und einen Museumsshop, in dem es allerlei interessante Bücher zu kaufen gibt. Eher unüblich für ein Museum ist, dass das Museum der Arbeit über einen eigenen Bootsanleger verfügt! Es werden Fahrten mit dem Alsterdampfer "St.Georg" zum Museum angeboten (mehr Informationen gibt es auf der Webseite des Museums), man kann aber auch mit seinem eigenen kleinen Boot hier fest machen und ins Museum gehen.

Unbedingt einen Blick wert sind die Veranstaltungen, die das Museum durchführt. Es gibt (Vor)Führungen, Kinderprogramm, Stadtrundgänge, Vorträge und vieles mehr! Ein Blick auf die Webseite des Museums lohnt sich! Montags wird gedruckt, was das Zeug hält. Dann sind die Druckwerkstätten in Aktion. Zwischen 18.00 bis 21.00 Uhr findet die Offene Werkstatt der Abteilung Grafisches Gewerbe statt. Man kann sich von erfahrenen Hasen in die Drucktechnik einführen lassen und selbst kleine Projekte wie beispielsweise das Drucken von Visitenkarten durchführen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Museum der Arbeit verfügt über zwei Außenstellen. Im Speicherstadtmuseum werden typischen Warenproben und Arbeitsgeräte ausgestellt, die die Arbeit in den Lagerhäusern dokumentieren. Im Museum am Hafen werden typische Arbeitsgeräte des Hafens gezeigt. Diese Außenstelle hat nur im Sommerhalbjahr zwischen Ostern und Oktober geöffnet.

Karte:



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Alles auf einen Blick:

Was?Ausflug
Wo?Hamburg Barmbek
Eintritt Einzelkarte €4, mit Sonderausstellung €6. Freitags ist es billiger, dann kostet es nur die Hälfte! Weitere Sondertarife für Gruppen, ermäßigt etc. auf der Homepage des Museums.
Wie lange? 2-3 Stunden
WWWhttp://www.museum-der-arbeit.de
Anfahrt In Hamburg Barmbek, am Wiesendamm gegenüber der U- und S-Bahn. Wenn kein Markt ist, kann man auf dem Marktplatz vor dem Museum parken. Markttage sind Dienstag und Freitag.
Mit der Bahn U- und S-Bahn Barmbek. Das Museum befindet sich direkt gegenüber des Bahnhofs hinter dem Marktplatz neben Globetrotter.
Mit dem Schiff Als einziges Hamburger Museum hat das Museum der Arbeit einen eigenen Bootsanleger. Man kann mit dem Alsterdampfer zum Museum fahren oder mit seinem Boot hier fest machen.

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