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Fischbeker Heide

6.11.2003
von Tom Dash

Eine Tour durch die Fischbeker Heide startet man am besten am Informationshaus 'Schafstall'. Hier gibt es wissenswerte Informationen über das Gebiet und man kann gegen eine Schützgebühr von €2 eine Broschüre der Umweltbehörde Hamburg erwerben. Die Broschüre enthält eine detaillierte Karte im Maßstab 1:10.000, in der alle acht Wanderwege des Gebietes, einige Gräber und Aussichtpunkte, sowie Anfahrtsmöglichkeiten mit Bus und S-Bahn und Parkplätze für PKW verzeichnet sind.

Das Informationshaus 'Schafstall'
Das Informationshaus 'Schafstall'

Zum Schafstall kommt man, wenn von der Endhaltestelle der Buslinie 250 die Neugrabener Bahnhofstraße weiter hinaufläuft. Wer mit dem Auto gekommen ist, kann auch noch weiter fahren. Am Schafstall gibt es einen weiteren Parkplatz.

Man sollte sich unbedingt die Zeit nehmen und kurz in den Schafstall hineingehen. Hier werden die Tier- und Pflanzenwelt des Gebiets, aber auch archäologische Aspekte anschaulich dargestellt. Der Schafstall hat seine eigene Internetseite!

Auf dem Wanderweg Nr. 5
Auf dem Wanderweg Nr. 5

Am schönsten ist die Heide natürlich, wenn sie in voller Blüte steht, also Ende August bis Anfang September. Aber auch zu allen anderen Jahreszeiten ist das Gebiet einen Besuch wert. Mit 770ha ist die Fischbeker Heide das drittgrößte Naturschutzgebiet in Hamburg. Genau wie die Lüneburger Heide, so ist auch die Fischbeker Heide durch menschlichen Raubbau entstanden. Die Wälder wurden gerodet, um das Holz als Holzkohle in der Eisenverhüttung zu nutzen. Später wurden mit dem Holz aus Lüneburger und Fischbeker Heide die Salzsiedepfannen in Lüneburg geheizt. Durch die anschließende Bewirtschaftung mit Schafen und Ziegen sind die typischen Karstflächen der Heide entstanden, die übrigens ohne menschliche Einwirkung auch wieder verschwinden würden. Da es die bäuerliche Nutzung der Heidelandschaft heute nicht mehr gibt, müssen mittlerweile regelmäßig junge Bäume entfernt werden, um ein verwalden der Gebiete zu verhindern. Dieser Vorgang wird als Entkusseln bezeichnet.

Die Fischbeker Heide lässt sich leicht erwandern, es gibt ein dichtes Netz von Wegen, die alle deutlich mit Nummern gekennzeichnet sind. Die acht Wanderwege sind in der bereits genannten Broschüre verzeichnet. Der Wanderweg mit der Nummer 6 ist nebenbei als archäologischer Pfad beschildert und beschreibt die frühere Besiedlung der Heide. Als Zeugnis davon sind heute noch viele Hügelgräber vorhanden.

Hier geht's zum archäologischen Pfad
Hier geht's zum archäologischen Pfad

Interessant ist natürlich auch die besondere Tier- und Pflanzenwelt des Gebietes. Heimisch sind hier neben den verschiedenen Heidearten (Glockenheide, Besenheide, Englischer Ginster, Krähenbeere) beispielsweise die Moosbeere, der Lungenenzian und der Mittelblättrige Sonnentau. Letzteres ist eine fleischfressende Pflanze, die mit klebrigen Haaren Mücken und Fliegen fängt. Auch an Tieren ist die Heide reich. Es gibt u.a. Heidelibellen, viele Schmetterlingsarten, Berg- und Zauneidechsen, sowie die giftige Kreuzotter.

Fingerhut
Fingerhut

Mitten im Heidegebiet liegt ein kleine Piste, die von Segelfliegern genutzt wird. Der Flugverkehr stört kaum, da die Segelflieger leise sind und meist per Winde hochgezogen werden. Um das Seil der Winde wieder über die Piste zurück zu transportieren, wird ein alter VW Käfer verwendet, den man dann manchmal durch die Heide brausen sehen kann.

'Herby' in der Heide
'Herby' in der Heide

Alles auf einen Blick:

Was?Kurzausflug oder Tagesausflug
Wo?Südwestlich von Hamburg am Rande der Harburger Berge
Wie lange? 1 bis 6 Stunden
WWWWebseite Schafstall
Anfahrt Anfahrt mit dem PKW über die B73 bis nach Neugraben. In Neugraben in die Neugrabener Bahnhofsstraße einbiegen (von Hamburg aus links). Der Neugrabener Bahnhofsstraße folgen bis der Wendehammer der Buslinie 250 erreicht ist. In diesen von der Rückseite hineinfahren, man kommt dann auf einen kleinen Wandererparkplatz.
Mit der Bahn Mit der S-Bahn auf der Linie S3 bis nach Neugraben fahren. Dort steigt man in den Bus der Linie 250 und fährt mit diesem bis zur Endhaltestelle. Man kann den Bus 250 allerdings bereits in Altona besteigen, er fährt durch den Elbtunnel.

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