Startseite
Nach Regionen
Alle Ziele
Über uns
Reiselinks
Impressum


-Suche-



 

Arran

10.09.2004
von Tom Dash

Wer sich auf den Weg nach Arran macht, sollte dort weder gutes Wetter noch ausgesprochene Touristenattraktionen erwarten. Nach Arran fährt man, weil man Ruhe sucht, weil man das Land, seine Leute und seine Natur kennen lernen möchte. Arran ist wie Schottland sonst auch - allerdings wesentlich kompakter. Aber lassen Sie sich vom Wetter nicht abschrecken. Das Klima auf Arran ist so mild, dass auf der Insel viele Palmen gedeihen.

Die Machrie Moor Standing Stones
Die Machrie Moor Standing Stones

Mit dem Auto hat man Arran in etwa 1½ Stunden umrundet. Und ein Auto sollte man schon mitbringen, wenn man nach Arran fährt. Zwar besitzt die Insel auch ein Busnetz, jedoch ist es mit dem öffentlichen Nahverkehr zeitweise recht anstrengend im Vereinigten Königreich.

An der Westküste
An der Westküste

Eine typische Beschäftigung auf Arran ist das Wandern. Es gibt Wanderwege in allen Schwierigkeitsklassen und Längen. Das Spektrum reicht von einfachen Spaziergängen durch den Wald, Küstenwanderungen entlang der windgepeitschten Westküste oder der ruhigeren Ostküste, Ersteigen der höheren Gipfel der Insel (die höchsten vier liegen so um 800m) und Wandern querfeldein mit Karte und Kompass.

Goat Fell - der höchste Berg der Insel
Goat Fell - der höchste Berg der Insel

Aber auch kulturell gibt es viel zu entdecken! Alte Steinkreise gibt es mehrere auf der Insel. Des weiteren sind zwei Schlösser zur besichtigen. Brodick Castle befindet sich im guten Zustand und ist bis in die 50er Jahre hinein bewohnt gewesen. Die komplette Einrichtung ist erhalten geblieben - die damaligen Besitzer mussten das Schloss aufgrund von Steuerschulden an den britischen Staat abtreten. Das Schloss und sein Garten können besichtigt werden, beide sind sehenswert, der Garten ist Heimat für viele exotische Bäume und Pflanzen aus aller Welt.

Das zweite Schloss der Insel - Lochranza Castle - ist heute nur noch eine Ruine, die es sich allerdings immer noch zu besichtigen lohnt. Unweit befindet sich außerdem die einzige Destillerie der Insel, die zwar klein ist, aber den Vergleich mit ihren Schwestern vom schottischen Festland keinesfalls scheuen muss. Das Mindeste was man dem Arran Malt nachsagt ist, dass er ein großes Potential hat.

Willkommen in der kleinen, aber feinen Whiskydestillerie auf Arran!
Willkommen in der kleinen, aber feinen Whiskydestillerie auf Arran!

Wenn es doch mal mehr als einen Tag regnen sollte, dann kann man trotzdem etwas unternehmen. Neben der Destillerie kann man auch eine kleine Brauerei (man sollte unbedingt das Arran Blonde testen, es kommt unseren Pilsenern am nächsten), eine Duftstofffabrik und eine (sehr kleine) Schokoladenfabrik besichtigen.

Wem Arran selbst noch nicht zurückgezogen genug ist, der kann einen Tagesausflug auf die östlich vorgelagerte Holy Island unternehmen. Diese heilige Insel wurde Anfang der 90er Jahre von buddhistischen Mönchen gekauft.

Felszeichnung auf der Holy Island
Felszeichnung auf der Holy Island

Man kann auf der Insel beispielsweise Meditationskurse buchen. Aber auch Tagesgäste sind willkommen. Besuchern ohne religiöse Interessen steht die Insel ebenfalls offen. Man kann die Insel auf einem Wanderweg umrunden, der auch über den mit fast 350m verhältnismäßig hohen Gipfel der kleinen Insel führt. Von oben hat man einen sehr schönen Blick zurück auf Arran und Lamlash. Auf dem Rückweg zur Fähre (£9 für Hin- und Rückfahrt, Abfahrt in Lamlash) können dann noch mehrere buddhistische Felsmalereien bewundert werden, die allerdings ausnahmslos neueren Datums sind. Alkohol und andere Drogen sind auf der heiligen Insel nicht gestattet, weshalb - wie wir aus gut unterrichteten Kreisen erfahren haben - die lokale Whisky-Destillerie auf Arran ihrem gleichnaimgen Likör nächstes Jahr eine neue Bezeichnung geben wird.

Karte:



Die Karte wird geladen...

Bücher:

The Southern Hebrides and Arran, Island Walks
The Southern Hebrides and Arran
Island Walks
Von Stephen Whitehorne, Hamish Haswell Smith

Wer die Insel Arran besucht, sollte auf jeden Fall seine Wanderstiefel dabei haben. Leider gibt es bis jetzt keinen deutschsprachigen Wanderführer für die Insel. Daher sei an dieser Stelle auf ein englischsprachiges Buch verwiesen, das 25 Wanderungen unterschiedlicher Länge auf der Insel Arran und den südlichen Hebriden beschreibt.

Alles auf einen Blick:

Wo?Insel in Südwestschottland in der Irischen See
Wie lange? 1 - 2 Wochen
WWWhttp://www.ayrshire-arran.de/garran.htm
Anfahrt Von Deutschland aus fliegt man am besten bis Glasgow und mietet dort ein Auto. Mit diesem nimmt man dann die Autofähre in Ardrossan (etwa eine Stunde von Glasgow). Alternativ fliegt man bis Prestwick (Ryanair fliegt diesen Flughafen an) und fährt von dort nach Ardrossan. Wer mit dem Auto nach Großbritannien gelangt ist, kann von Ardrossan oder Claonaig nach Arran übersetzen.
Mit dem Schiff Nach Arran kommt man nur per Schiff - es sei denn man fliegt mit einem Helikopter. Die Hauptroute ist über Ardrossan vom Festland aus. Die Überfahrt mit der Autofähre dauert etwa 55 Minuten, das Schiff legt in Brodick an. Eine alternative Route besteht zwischen Claonaig und Lochranza. In diesem Fall dauert die Überfahrt nur 30 Minuten.

E-Mail, Lesezeichen und Netzwerke

0.91
Seitenanfang
  © 2003 - 2017 Frank Budszuhn